Schlagwort: Objektiv

Bermel Boeing 707

Bermel Boeing 707

Mit der Bestellung von 4 Boeing 707-430 begann für die Lufthansa 1956/57 das Jet-Zeitalter. Die Flugzeuge wurden 1960 ausgeliefert und im selben Jahr taufte Berlins regierender Oberbürgermeister Willi Brandt die zweite Maschine mit der Registrierung D-ABOC auf den Namen „Berlin“. Die D-ABOC war anschließend bis 1977 bei Lufthansa im Einsatz.

Zu Werbezwecken wurden Reisebüros von den Fluggesellschaften gerne besondere „Reisebüromodelle“ der neusten Flugzeuge zur Verfügung gestellt. So auch von Lufthansa zum Start in das Jet-Zeitalter.

Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430

Motiv für die hier gezeigten Fotos ist das von der Metallgießerei Walter Bermel aus Düsseldorf im Maßstab 1:100 hergestellte Reisebüromodell der damals neuen Lufthansa Boeing 707 D-ABOC. Das Modell wurde irgendwann zwischen Bestellung und Auslieferung der 4 Boeing 707-430 hergestellt und hat das Original bereits um einige Jahrzehnte überlebt.

Standfuss eines Bermel Reisebüro-Flugzeugmodells Lufthansa Boeing 707-430
Beschriftungsschild auf dem Standfuss des Modells. (Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430)

Die Modelle der D-ABOC sind die einzigen von Walter Bermel heute bekannten Flugzeugmodelle. Die Bezeichnung „Metallgießerei“ deutet darauf hin, dass die Herstellung von Flugzeugmodellen nicht das eigentliche Geschäftsziel der Firma war.

Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430

Auch zeichnen sich alle Bermel D-ABOC Flugzeugmodelle durch eine eher grobe Detaillierung aus. Insbesondere die charakteristischen Rolls-Royce Conway Triebwerke zeigen bei praktisch allen Exemplaren sichtbare Nachbearbeitungsspuren. Die Triebwerksaufhängungen sind auf den zum Flugzeugrumpf gewandten Seiten völlig unrealistisch nachgebildet worden. Andere Hersteller fertigten erheblich detailgenauer als Bermel.

Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Die bei der Nachbearbeitung der Triebwerke entstandenen Kanten störten offensichtlich nicht. (Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430)
Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Grobe Schleifriefen auf einem Triebwerk eines anderen Exemplars des Modells. Die dunklen Stellen sind durch Korrosion des Metallgusses entstanden. (Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430)

Aber gerade diese grobe Herstellung macht den charakteristischen und einmaligen Charme dieser historischen Reisebüro-Flugzeugmodelle aus. Die Aufgabe war deshalb auch, genau diese Eigenschaft in den Fotos herauszustellen.

Zum Einsatz kamen ein altes Minolta Auto Bellows Rokkor 100 mm 1:4 Objektiv (für die Nahaufnahmen der Triebwerke) und ein modernes 24-105 mm Objektiv.

Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Herstellerschild auf der Rumpfunterseite (Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430)
Das Bild zeig ein altes Reisebüro-Flugzeugmodell der Firma Walter Bermel einer Lufthansa Boeing 707-430.
Bermel Reisebüro-Flugzeugmodell Lufthansa Boeing 707-430
Trioh-Hefter in schwarz-weiss

Trioh-Hefter in schwarz-weiss

Ein alter Trioh-Hefter mit blankem Metall ohne Lackierung als schönes Vintage-Motiv. Ziel waren in diesem Fall schwarz-weiss Fotos mit hartem Kontrast.

Das Bild zeigt einen alten TRIOH-Hefter in schwarz-weiss fotografiert.
Trioh-Hefter

Der Markenname „Trioh“ wurde von der Firma Wulff & Sager aus Hamburg verwendet. Leider sind zu dieser Firma praktisch keine Informationen mehr zu finden.

Das Bild zeigt einen alten TRIOH-Hefter in schwarz-weiss fotografiert.
Trioh-Hefter

Auf dem Hefter finden sich jedoch die Abkürzungen D.R.G.M. für „Deutsche Reichs-Gebrauchsmuster“ und D.R.P. für „Deutsches Reichs-Patent“. D.R.G.M gab es von 1891 bis 1945, und 1945 war auch das Ende für D.R.P., wobei beide Abkürzungen möglicherweise auch noch in den Jahren nach 1945 auslaufend benutzt wurden.

Der Hefter dürfte also aus den 20er bis 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen. Die aufwendige Bauart hat sich nicht durchgesetzt. Auch die Bedienung ist etwas umständlicher, denn der Hefter muß zum Einlegen des zu heftenden Papiers erst aufgeklappt werden. Aber er funktioniert immer noch einwandfrei!

Das Bild zeigt einen alten TRIOH-Hefter in schwarz-weiss fotografiert.
Trioh-Hefter

Für die hier gezeigten Fotos wurden zwei alte Auto Bellows Objektive verwendet. Beide sind allerdings nicht ganz so historisch wie der Hefter. Das Minolta Auto Bellows Rokkor 100mm 1:4 stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Im gleichen Zeitraum dürfte das Novoflex Auto Bellows Noflexar 1:4/105 gebaut worden sein.

Auf den Bildern sind die Objektive nicht zu unterscheiden. Die Ergebnisse sind praktisch identisch.

An Auto Bellows Objektiven kann nur die Blende eingestellt werden. Die Fokussiereinheit fehlt komplett, da die Objektive für Balgengeräte gebaut sind. Der Fokus wird am Balgengerät oder am zusätzlich verwendeten Makro-Schlitten eingestellt.

Das Bild zeigt einen alten TRIOH-Hefter in schwarz-weiss fotografiert.
Trioh-Hefter

Im Rheinpark Duisburg mit dem Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Im Rheinpark Duisburg mit dem Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Der Rheinpark Duisburg in Duisburg-Hochfeld war früher ein Standort der Schwerindustrie. Heute sind davon nur noch wenige Fragmente vorhanden und das Gelände wurde zu einem öffentlich zugänglichen Freizeitpark umgestaltet.

Alle hier gezeigten Bilder wurden an einem späten Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang mit dem Zeiss Distagon T* 35mm 2.8 für Contax/Yashica aufgenommen.

Das Bild zeigt die Reste eines Sinterbunkers im Rheinpark Duisburg.
Reste eines Sinterbunkers
Das Bild zeigt eine Fußgängerbrücke im Rheinpark Duisburg.
Fußgängerbrücke im Rheinpark Duisburg

Unmittelbar am Rheinpark Duisburg gelegen sind zwei Rheinbrücken – die Eisenbahnbrücke Duisburg-Hochfeld und die Rheinbrücke Duisburg-Rheinhausen.

Das Bild zeigt die Rheinbrücke Duisburg-Hochfeld.
Rheinbrücke Duisburg-Hochfeld
Das Bild zeigt die Rheinbrücke Duisburg-Rheinhausen.
Rheinbrücke Duisburg-Rheinhausen
Das Bild zeigt alte Schienen im Rheinpark Duisburg.
Alte Schienen im Rheinpark
Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm CY-Mount Kurzvorstellung

Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm CY-Mount Kurzvorstellung

Distagon-Objektive von Carl Zeiss sind Objektive nach dem Prinzip des umgekehrten Teleobjektivs, sog. Retrofokus-Objektive.

Diese Bauweise ermöglicht einen größeren Bildwinkel und einen größeren Abstand zwischen letzter Linse des Objektivs und der Bildebene (also dem Sensor der Kamera). Früher war dieser Platz z.B. für die Spiegelkästen der Spiegelreflexkameras notwendig.

Bei den heutigen spiegellosen Digitalkameras ist der größere Abstand ebenfalls von Vorteil, da die Lichtstrahlen dadurch weniger schräg auf den Sensor treffen. Im Gegensatz zu Film ist die Empfindlichkeit der Sensoren für schräg einfallende Lichtstrahlen deutlich geringer.

Das Bild zeigt das Objektiv Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm mit CY-Mount.
Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Der Markenname Distagon leitet sich aus den Worten „Distanz“ und dem griechischen „gonia“ (Winkel) ab. Damit soll das Merkmal „Weitwinkelobjektiv mit großer Distanz zum Bild“ ausgedrückt werden.

Das Bild zeigt das Objektiv Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm mit CY-Mount.
Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Technische Daten Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm:

optische Konstruktion: 6 Elemente, 6 Gruppen
Blende: 2.8 bis 22, 6 Lamellen
Naheinstellgrenze: 0,4 m
Bildwinkel: 63 Grad
Bajonett: CY (Contax/Yashica-Mount)
Filterdurchmesser: 55 mm
Gewicht: ca. 240 g (eigene Messung: 241 g)
Gehäuse: Metall

Das Bild zeigt das Objektiv Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm mit CY-Mount.
Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Das T* im Objektivnamen steht für die Zeiss T*-Beschichtung der Linsen zur Verringerung von Reflexionen.

Das Bild zeigt das Objektiv Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm mit CY-Mount.
Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm

Im Zeiss-Datenblatt zu diesem Objektiv heißt es:

„Dieses Distagon Hochleistungs-Objektiv ist für den Interessenten an einem sogenannten mittleren Weitwinkel ausgelegt, der unter Hochleistung nicht eine extreme Anfangsöffnung, sondern eine ungewöhnlich hohe Bildgüte versteht.“

Das Bild zeigt das Objektiv Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm mit CY-Mount.
Carl Zeiss Distagon T* 2,8/35 mm
Bokehspezialist? Bokeh mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7

Bokehspezialist? Bokeh mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7

Das Hexanon AR 50mm 1.7 von Konica habe ich hier kurz vorgestellt. Es ist eines meiner Lieblingsobjektive, wenn es um die Freistellung durch Unschärfe im Hintergrund gleichzeitig mit einem schönen Vintage-Look geht. Ein paar Beispielbilder:

Das Bild zeigt ein Beispiel für das mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7 mögliche Bokeh
Wolfsmilch (Euphorbia)

Bei kurzem Abstand der Kamera zum Motiv ist das Bokeh sehr eindrucksvoll. Natürlich können andere Objektive auch einen schönen Unschärfeverlauf erzeugen, aber in Anbetracht des niedrigen Preises, für den dieses Objektiv heute gehandelt wird, ist es ein echtes Schnäppchen

Das Bild zeigt ein Beispiel für das mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7 mögliche Bokeh
Bokeh mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Das Bild zeigt Fackellinien mit unscharfen Hintergrund fotografiert mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Fackellilien
Das Bild zeigt Taglilien mit unscharfen Hintergrund fotografiert mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Taglilien
Das Bild zeigt ein Beispiel für das mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7 mögliche Bokeh
hier ist alles unscharf – trotzdem oder gerade deswegen sehr schön

Das Hexanon AR 50mm 1.7 liefert aber auch in allen anderen Aufnahmesituationen sehr gute Ergebnisse, insbesondere unter Berücksichtigung des Alters. Mein Exemplar wurde bereits 1975 gebaut.

Das Bild zeigt den Schönwasserpark Krefeld , fotografiert mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Schönwasserpark Krefeld
Das Bild zeigt Insektenhotel, fotografiert mit dem Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Insektenhotel
Konica Hexanon AR 50mm 1.7 Kurzvorstellung

Konica Hexanon AR 50mm 1.7 Kurzvorstellung

Das Konica Hexanon AR 50mm war in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ein sehr gutes Standardobjektiv für die damaligen Konica Spiegelreflex-Kameras .

Zeitgemäß ist es ein ausschließlich manuell zu fokussierendes Objektiv ohne Autofokus.

Konica Hexanon AR 50mm 1.7

Technische Daten Konica Hexanon AR 50mm 1.7:

optische Konstruktion: 6 Elemente, 5 Gruppen
Blende: 1.7 bis 16, 6 Lamellen
Naheinstellgrenze: 0,45 m (0,55 m)
Bildwinkel: 46 Grad
Bajonett: Konica AR
Filterdurchmesser: 55 mm
Gewicht: 240 g (eigene Messung)
Gehäuse: Metall

Blenden 1.7 bis 16

Von dem Hexanon AR 50mm 1.7 gab es mehrere optisch gleich aufgebaute Varianten. Das abgebildete Objektiv hat die Naheinstellgrenze 45 cm und Rastpunkte zwischen den vollen Blendenwerten. Eine spätere Variante hat die größere Naheinstellgrenze 55 cm. Außerdem fehlen die Rastpunkte zwischen den vollen Blendenwerten. Dafür baut es kürzer und leichter.

Konica Hexanon AR 50mm 1.7
Auf der Rückseite ist der Produktionscode „5N“ gut zu erkennen.

Das abgebildete Objektiv hat den Produktionscode „5N“ aufgestempelt. 5 steht für das Produktionsjahr innerhalb eines Jahrzehnts – hier kann es nur 1975 sein. N steht für den Monat September. Das hier gezeigte Hexanon AR 50mm 1.7 wurde also 1975 hergestellt.

Für das Herstellungsjahr 1975 ist das Objektiv noch in einem sehr guten Zustand.
Konica Hexanon AR 50mm 1.7

Update:
neuer Blogartikel zum Hexanon AR 50mm 1.7 mit Beispielbildern

Unterwegs mit dem Yashica DSB 50mm 1:1.9

Unterwegs mit dem Yashica DSB 50mm 1:1.9

Das Yashica DSB 50mm 1.9 Objektiv wurde hier im Blog bereits vorgestellt. Zur Vervollständigung ein paar mit dem Objektiv aufgenommene Bilder von der Rheinpromenade in Krefeld-Uerdingen.

Hafenkran am Rhein in Krefeld-Uerdingen
bei den ehemaligen Howinolwerken
alte Lagerhalle der
Spedition Theodor Müncker
Rheinkilometer 765
Bokeh mit offener Blende – Yashica DSB 50mm 1.9
ein Hauch von swirly-Bokeh – Yashica DSB 50mm 1.9 bei offener Blende
lost place
die Natur auf dem Weg der Rückeroberung
Street Art von Adry del Rocio an der „Rhine Side Gallery“
noch einmal Adry del Rocio
alte Hafentreppe
ein Puffer am Ende der Gleise für den Hafenkran.
Street Art von Maria Kudasheva, Rhine Side Gallery
Steine…
lost place
lost place
street art – von wem?

alle Bilder: Sony A7III / Yashica DSB 50mm 1.9

Yashica DSB 50mm 1:1.9 Kurzvorstellung

Yashica DSB 50mm 1:1.9 Kurzvorstellung

Die Yashica DSB-Objektive gelten allgemein als nicht so leistungsstark wie die ML-Objektive des Herstellers. Ursächlich liegt das an der einfachen Vergütung, wogegen die ML-Objektive (ML = Multi Layer) eine mehrschichtige Vergütung haben. Dafür werden die DSM-Objektive heute erheblich günstiger als die ML-Objektive gehandelt.

Technische Daten Yashica DSB 50mm 1:1.9:

optische Konstruktion: 6 Elemente, 4 Gruppen
Blende: 1.9 bis 16, 6 Lamellen
Naheinstellgrenze: 0,5 m
Filterdurchmesser: 52 mm
Schutzkappe Objektiv: bei meinem Exemplar in Filtergewinde eingeschraubt
Gewicht: 197 g (eigene Messung)
Gehäuse: Metall

Das Objektiv ist mit dem 1974 eingeführten C/Y-Bajonett (Contax/Yashica Bajonett) ausgestattet und war eines der Standardobjektive für die Yashica FR / FR I Spiegelreflexkameras in der 2. Hälfte der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts.

Yashica wurde 1983 von Kyocera übernommen. Bis zur Einstellung der vollständigen Kameraproduktion 2005 gab es aber weiterhin Yashica Kameras und Objektive.

Yashica DSB 50mm 1:1.9

Donut-Bokeh mit dem Minolta RF Rokkor 500mm F8 Spiegeltele

Donut-Bokeh mit dem Minolta RF Rokkor 500mm F8 Spiegeltele

Das RF Rokkor ist eine Spiegelkonstruktion, die konstruktionsbedingt ein besonderes Bokeh erzeugen kann. Bedingt durch die zur geometrischen Verkürzung des Objektivs eingebauten Spiegel werden Unschärfepunkte als Ringe abgebildet – die oft so bezeichneten „Donuts“. Je nach Aufnahmesituation werden die Donuts mehr oder weniger abgebildet.

Ob es gefällt, ist reine Geschmacksache. Auf jeden Fall ist das Bokeh sehr auffällig, wenn es in Erscheinung tritt.

Ein paar Beispiel für das Bokeh des Minolta Spiegelteles, nicht alle mit Donuts:

Kugeldisteln (Echinops) – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Libelle – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Gelbrote Taglilien – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Seerose – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Hechtkraut (Pontenderia cordata) – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Gelbrote Taglilien – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Erfrischung im Teich – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Beim Plantschen im Teich – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Gelbrote Taglilien – Minolta RF Rokkor 500mm F8.0
Auf Insektensuche mit dem Minolta MD Macro Rokkor 100 mm 1:3.5

Auf Insektensuche mit dem Minolta MD Macro Rokkor 100 mm 1:3.5

Das Minolta 100mm Makroobjektiv gehört zu meinen bevorzugten Objektiven – immer wieder gerne eingesetzt. Diesmal auf einer kurzen Suche nach Insekten.

Für alle Bilder wurde der zum Objektiv gehörende 1:1-Adapter eingesetzt, so daß ein max. Abbildungsmaßstab von 1:1 erreicht werden konnte. Damit sind mit dem Objektiv nicht nur Nahaufnahmen, sondern bei 1:1 auch echte Makroaufnahmen möglich.

Pyrrhocoris apterus (gemeine Feuerwanze) auf Löwenzahn
Pyrrhocoris apterus (gemeine Feuerwanze)
Pyrrhocoris apterus (gemeine Feuerwanze)

Mit dem 1:1 Adapter kann das manuelle Fokussieren schon etwas mühsam werden, und Ausschuss auf Grund von falsch sitzendem Fokus kommt schnell vor. Dafür entschädigt aber das Ergebnis wenn der Fokus sitzt. Das Minolta MD Macro Rokkor 100 mm 1:3.5 liefert auch an modernen Systemkameras noch ein scharfes, detailreiches Bild.

Auch die Ausschnittsvergrößerung ist noch sehr scharf abgebildet.
Pyrrhocoris apterus (gemeine Feuerwanze)
Mit dem Minolta MC Rokkor-PF 58mm 1.4 unterwegs in Krefeld-Uerdingen

Mit dem Minolta MC Rokkor-PF 58mm 1.4 unterwegs in Krefeld-Uerdingen

Das Minolta MC Rokkor-PF 58mm 1.4 ist ein klassisches Objektiv aus den 60er Jahren – mit allen Stärken und Schwächen. Für die Benutzung heute spricht vor allem der Vintage-Look der damit entstandenen Bilder.

Hier ein paar Bilder von der Rheinpromende in Krefeld-Uerdingen, alle mit dem Minolta 58 mm 1.4 entstanden.

Blick auf die Rheinbrücke
Ein Containerschiff auf der Fahrt stromaufwärts

Besonders interessant für eine Fototour am Rhein entlang in Uerdingen sind die Bereiche der ehemaligen Howinolwerke und der Spedition Theodor Müncker kurz vor dem nördlich angrenzenden Chempark. Lost places, die schon seit Jahren abgerissen und durch moderne Bebauung ersetzt werden sollen.

Howinolwerke
links oben ein heller Fleck – das Minolta 58mm 1.4 ist wie viele alte Objektive anfällig für Flares
alter Puffer der Hafenbahn
leicht abgeblendet auf 2 – nicht nur für ein ca. 50 Jahren altes Objektiv sehr schön
eine alte Lagerhalle der
Spedition Theodor Müncker…
… bei Rheinkilometer 765
hier befanden sich früher Schiffsanleger und Verladeanlagen
Der Hafenkran ist mit Baujahr 1992 neueren Baujahres als die langsam verfallenden Gebäude in unmittelbarer Umgebung vermuten lassen könnten.
Die Natur erobert die nicht mehr genutzten Anlagen.
früher belebter Hafenbereich – heute eher verträumt

Irgenwie passt es gut, diesen Ort mit Hilfe eines alten Objektivs zu dokumentieren. Lange wird das nicht mehr möglich sein, aber bis zur Neugestaltung des Geländes ist dieser Bereich in Uerdingen ein schönes Ziel für interessierte Fotografen.

Minolta MD Zoom 70-210mm f/4 – Kurzvorstellung

Minolta MD Zoom 70-210mm f/4 – Kurzvorstellung

Vor kurzem habe ich für unter 40 EUR ein altes Minolta MD Zoom 70-210 mm f/4 erstanden, in sehr gutem Zustand und noch in Originalverpackung.

Zum Vergleich: Sony bietet aktuell das AF 70-200mm f/4,0 OSS G für UVP 1700 EUR an . Der Straßenpreis liegt zur Zeit bei immer noch ordentlichen 1250 EUR. Natürlich hat das moderne Sony-Objektiv Autofokus und einen integrierten optischen Bildstabilisator und ist dank neuer Rechnung mit Sicherheit schärfer. Aber das Preisverhältnis war bei meinem Kauf ca. 1:33, d.h. das ansonsten vergleichbare Sony-Objektiv hätte 33x mal mehr gekostet. Da das Minolta MD 70-210 f/4 einen sehr guten Ruf hat also ein guter Grund das Objektiv zu diesem unschlagbar günstigen Preis zu kaufen, um den mittleren Tele-Bereich abdecken zu können.

vergilbter Karton – mehr als 30 Jahre alt

Minolta brachte das MD Zoom 70-210 1983 als Nachfolger des bewährten 75-200 Zoom heraus. Es war eines der letzten neuen Objektive für das SR-Bajonett von Minolta. 1985 kam das auf der gleichen optischen Berechnung beruhende Minolta AF Zoom 70-210mm f/4 mit Autofokus (legendär und oft als „Ofenrohr“ oder „beercan“ bezeichnet) für das neue Minolta A-Bajonett auf den Markt.

im Karton sieht es (fast) wie neu aus…

Für das Objektiv spricht, dass es angeblich auch eine Leica-Version des Objektivs gab. Mit ein bisschen Suche zeigt sich, dass das ebenfalls 1983 erschienene Leica Vario-Elmar-R 70-210 f4.0 fast identische Daten hat (aber größerer Filterdurchmesser und integrierte Streulichtblende).

Das MD Zoom 70-210 ist ein Schiebezoom mit Einringbedienung („one touch design“) und zusätzlicher Makro-Einstellung. Die Länge verändert sich beim zoomen nicht, jedoch geringfügig beim fokussieren.

Minolta MD Zoom 70 – 210 mm f/4

Technische Daten:

Linsen: 12
Gruppen: 9
Bildwinkel: 34 – 12 Grad
Nahgrenze: 1,1 m
Abbildungsmaßstab an der Naheinstellgrenze: 1:3,9 (0,256X)
Blende: 4 bis 32, 7 Lamellen
Filtergewinde: 55 mm
Abmessungen: 72 mm (Durchmesser) x 153 mm
Gewicht: 635 g

Blende 4 über den gesamten Zoom-Bereich
Makro-Skala – max. Abbildungsmaßstab ist 1:3,9
Die rote Linie für den Schärfentiefenbereich ist für Infrarotfilm.
Öffnung bei Blende 4
Bei kleineren Blendenöffnungen sind die 7 Lamellen gut zu erkennen.