Schlagwort: Niederrhein

Riesenrad Düsseldorf bei Nacht

Riesenrad Düsseldorf bei Nacht

Von Ende Oktober 2018 bis Ende Januar 2019 war auf dem Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt, unmittelbar am Rhein, wieder das Riesenrad „Wheel of Vision“ aufgebaut. Mit 55 m Höhe und 42 Gondeln war das Riesenrad wie in den Jahren zuvor eine unübersehbare Sichtmarke am Rhein.

Über 1000 m LED-Schläuche sorgten auch bei Dunkelheit für gute Sichtbarkeit des Rads und für ein attraktives und viel fotografiertes Fotomotiv. Gut passte dazu der Schnee Ende Januar, und bei gleichzeitiger eisiger Kälte war auch die Gelegenheit für Langzeitbelichtungen des sich drehenden Riesenrads ohne sich während der Belichtung durch das Bild bewegende Spaziergänger gegeben.

Menschenleere Rheintreppe nach dem abendlichen Betriebszeitende des Riesenrads:

Blick vom Burgplatz auf die nächtliche Skyline des Medienhafens mit Rheinturm und Kniebrücke:

Griethausener Brücke

Griethausener Brücke

Die Griethausener Brücke bei Kleve kurz vor der niederländischen Grenze ist heute ein über 150 Jahre altes technisches Denkmal und – in typischer niederrheinischer Landschaft gelegen – immer einen Ausflug wert.

1863 bis 1865 wurde eine neue Eisenbahnstrecke von Kleve nach Zevenaar (Niederlande / bei Arnheim) gebaut, die bei Griethausen den Rhein überquerte. Die eigentliche Rheinüberquerung erfolgte mit einer seilgeführten Eisenbahnfährverbindung, einem sog. Trajekt. Für die Überquerung des Altrheinarms bei Griethausen wurde jedoch eine Fachwerkträgerbrücke aus Stahl mit einer Öffnungsweite von 110, 4 m gebaut. Da das Gelände zwischen Altrheinarm und Rhein durch Hochwasser überschwemmungsgefährdet ist, schließt sich an die Altrheinbrücke in Richtung Rhein eine mehrere hundert Meter lange Vorflutbrücke an.

Griethausener Brücke

Bereits ab Herbst 1888 wurde die Verbindung nicht mehr durch Güterzüge befahren. Der Schnellzugverkehr war bereits im Jahr zuvor eingestellt worden. Neu erbaute Eisenbahnbrücken über den Rhein, wie die im Dezember 1874 in Betrieb genommene Eisenbahnbrücke Wesel, waren erheblich leistungsfähiger.

Für den reinen Nahverkehr wurde das Trajekt bis 1912 betrieben. Danach gab es bis 1926 nur noch eine Fährverbindung für den reinen Personenverkehr. Allerdings wurde der linksrheinische Teil der Strecke mit der Griethausener Brücke bis 1945 weiter für Personen- und Güterverkehr benutzt.

Griethausener Brücke

Zum Ende des 2. Weltkriegs nutzte die die britische Armee die vorhandene Bahnstrecke und baute im April/Mai 1945 zur Versorgung der kämpfenden Truppen eine Kriegsbrücke über den Rhein, die aber bereits ab April 1946 nicht mehr befahren wurde und im Oktober 1946 wieder abgebaut war. Einzig in diesem Zeitraum gab es eine durchgehende Verbindung über den Rhein.

Nach dem Krieg wurde der linksrheinische Streckenteil wieder in Betrieb genommen und bis 1960 für den Personenverkehr und danach bis 1983 nur noch für den Güterverkehr zur unmittelbar am Rhein gelegenen Olmühle genutzt. Die Bahnstrecke wurde bis auf die Griethausener Brücke und die anschließende Flutbrücke zurückgebaut. Heute ist die Brücke in Privatbesitz.

Griethausener Brücke und Flutbrücke

Die Flutbrücke besteht aus 20 Feldern mit je 19,20 m lichter Weite. Das gesamte Bauwerk aus Altrheinbrücke und Flutbrücke hat eine Länge von ca. 456 m.

Flutbrücke zwischen Rhein und Griethausener Brücke

Während die Altheinbrücke nur eingleisig ist, wurden die Pfeiler der Flutbrücke bereits für die Aufnahme eines zweiten Gleises ausgelegt, der jedoch nie gebaut wurde.

Flutbrücke zum Rhein bei Griethausen

Die Brücke befindet sich trotz ihres Alters noch in einem bemerkenswert gutem Zustand. Ursache ist das verwendete Puddeleisen, ein damals im sog. Puddelverfahren hergestelltes Schmiedeeisen, ein Stahl, der aber nicht mit dem heute verwendeten Schweißstahl identisch ist. U.a. durch einen relativ hohen Phosphorgehalt hat das Puddeleisen eine hohe Korrosionsbeständigkeit.

Griethausener Brücke
Griethausener Brücke bei Hochwasser
Niedrigwasser an der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf

Niedrigwasser an der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf

Anfang Dezember 2018 hat der Rhein nach der Dürre des Sommers und des Herbstes immer noch einen so niedrigen Wasserstand wie selten zuvor. Das ermöglicht an Stellen zu fotografieren, die normalerweise trockenen Fußes nicht zu erreichen sind und eröffnet ungewohnte Blicke auf den Strom – hier an der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf.

Theodor-Heuss-Brücke Düsseldorf
Theodor-Heuss-Brücke Düsseldorf bei Niedrigwasser

Alle Bilder wurden mit 15 bzw. 24 mm Brennweite aufgenommen.

Blick auf einen Brückenpfeiler der Theodor-Heuss-Brücke

Am Brückenpfeiler ist gut zu erkennen, bis zu welcher Höhe das Wasser ohne Niedrigwasser steht.

Theodor-Heuss-Brücke Düsseldorf
Theodor-Heuss-Brücke Düsseldorf

Bei normalem Wasserstand sind die Steine und der Sand dahinter unterhalb der Wasserlinie.

Sonnenaufgang an der Flughafenbrücke – Minolta MC Rokkor-PF 58 mm 1.4

Sonnenaufgang an der Flughafenbrücke – Minolta MC Rokkor-PF 58 mm 1.4

Das 58 mm 1.4 Minolta MC Rokkor-PF  Objektiv ist ein spezielles Objektiv: offenblendig nicht sehr kontrastreich und auch nicht überragend scharf, aber mit mit einem sehr sanften Bokeh und eigener Farbwiedergabe versehen, kann es  aus heutiger Sicht einen schönen Vintage-Look produzieren. Damit eignet sich das Objektiv in erster Linie für einen besonderen Portrait-Look, aber eben nicht nur dafür.

Auch im Sonnenaufgang kann das Objektiv schöne Bilder erzeugen – hier früh morgens an der Flughafenbrücke Meerbusch-Düsseldorf, die den Rhein überquert.

Sonnenaufgang an der Flughafenbrücke Meerbusch – Düsseldorf
Sonnenaufgang mit dem Minolta MC Rokkor-PF 58 mm 1.4
Lange Schatten durch die tiefstehende Sonne

Fotografieren im Schönwasserpark Krefeld

Fotografieren im Schönwasserpark Krefeld

Der Schönwasserpark ist eine 28 ha große denkmalgeschützte Parkanlage mit einem großen Teich in Krefeld-Oppum. Der Name leitet sich aus dem auf dem Gelände stehenden um 1830 erbauten „Haus Schönwasser“ ab, das heute das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Krefeld des Landes NRW beherbergt.

Schönwasserpark Krefeld im April 2018

 

Thema des abendlichen Fotoausflugs war aber nicht die schöne Parklandschaft im Bild festzuhalten, sondern die Suche nach Detailmotiven auf der von zahlreichen Platanen bewachsenen großen Terasse des Hauses Schönwasser. Die Platanen, mehr als 70 an der Zahl, wurden zum größten Teil 1950 gepflanzt und werden von einer seltenen, mächtigen Federbuche überragt, die nach dem Krefelder Naturdenkmal-Kataster dort mindestens seit 1790 steht.

 

Abendliche Stimmung im Schönwasserpark. Links der mächtige Stamm der alten Federbuche.

 

Platanen auf der Terrasse des Hauses Schönwasser

 

Die knochigen Kronen der Platanen erzeugen am Boden und auf den Baumstämmen schöne Schattenbilder:

 

 

 

 

Sehr schöne Motive entstehen auch durch Streiflichter der untergehenden Sonne:

 

 

Blick in die Krone einer Platane

 

Alle Bilder in diesem Blogbeitrag wurden mit CaptureOne 11 entwickelt. Die Umwandlung in Schwarz-Weiß erfolgte mit Silver Efex Pro 2.

 

 

Strukturen in Schwarz-Weiß (1)

Strukturen in Schwarz-Weiß (1)

Strukturen eignen sich fast immer für schwarz-weiße Bildentwicklungen. Die alte Griethausener Eisenbahnbrücke am Niederrhein nahe der holländischen Grenze ist mit ihrem Stahlfachwerk ein lohnendes Motiv dafür.

Die RAW-Entwicklung des Fotos erfolgte in Lightroom 6 und die Umwandlung in Schwarz-Weiß mit Silver Efex Pro 2.


Griethausener Eisenbahnbrücke     28mm   f/5,6   1/250sec   ISO 200

 

 

Ein Samstag im Dezember…

Ein Samstag im Dezember…

Samstag und schlechtes Wetter – Nebel. Eigentlich ein Tag zum zu Hause bleiben, aber für mich endlich das Wetter auf das ich schon gewartet habe um ein paar Bildideen umzusetzen. Also Kamera schnappen und raus. Weit brauche ich nicht zu fahren, denn alle geplanten Motive liegen nahezu vor der Haustür.


Kopfweide am Niederrhein    28mm   f/5   1/320sec   ISO 100

Zur typischen niederrheinischen Landschaft mit Kopfweiden und viel grünem Gras passt der Nebel sehr gut.


28mm f/1,7 1/1000sec ISO 200

Natürlich bietet sich für das graue Wetter die Schwarz-Weiß Entwicklung der Fotos an.


Ein einsamer Radfahrer im Nebel    28mm   f/5,6   1/400sec   ISO 200

Weg ins nichts…    28mm   f/5   1/500sec   ISO 200

28mm   f/5,6   1/500sec   ISO 200

Obstwiese    28mm   f/4,5   1/250sec   ISO 200

Am Rhein    28mm   f/5,6   1/320sec   ISO 800

Leitung ins Nichts…    28mm   f/5,6   1/250sec   ISO 800

28mm   f/1,7   1/1000sec   ISO 200

Zum Schluß noch ein Bild mit (etwas) Farbe:


Einsame Bank    28mm   f/5   1/320sec   ISO 100