Deutzer Brücke Köln 1940

Bereit 1822 wurde in Köln-Deutz eine Schiffbrücke errichtet. Doch schon bald erwies sich die den Schiffahrtsverkehr auf dem Rhein stark behindernde Schiffsbrücke auch für den Verkehr zwischen den Rheinufern als unzureichend. Die Planungen und Vorarbeiten für eine feste Brücke zogen sich durch Finanzierungsprobleme und behindernde Eisenbahnanlagen auf Deutzer Seite über 40 Jahre hin.

Am 19 Mai 1913 konnte schließlich mit dem Bau begonnen werden. Gebaut wurde eine Kettenhängebrücke, bei der statt der heute üblichen Kabel Gliederketten verwendet wurden. Jedes Kettenglied bestand aus 12 Stahlscheiben, die durch Bolzen zusammengehalten wurden. Auch die Aufhängung der Fahrbahntafel an der  Kette erfolgte nicht durch Kabel, sondern durch an die Bolzen der Kettenglieder gehängte Pendelstangen. Am 15. Juli 1915 wurde die neue Brücke dem Verkehr übergeben.

 

Foto: Sammlung des Autors

 

Das Foto ist auf der Rückseite mit 1940 datiert. Es ist bereits die zwischen Januar 1939 und September1940 durch Auskragung erfolgte Verbreiterung zu erkennnen, so daß das Foto von Ende 1940 stammen muß.

Die Deutzer Kettenhängebrücke stürzte am 28. Februar 1945 bei Reparaturarbeiten zur Behebung von Bombenschäden ein und riss dabei viele Passanten mit, da die Brücke trotz Schäden in Betrieb geblieben war.

 

Fotos: alle Rechte bei Harald Th. Halfpapp, Meerbusch (soweit nicht anders gekennzeichnet)