Minolta MD Zoom 70-210mm f/4 – Kurzvorstellung

Vor kurzem habe ich für unter 40 EUR ein altes Minolta MD Zoom 70-210 mm f/4 erstanden, in sehr gutem Zustand und noch in Originalverpackung.

Zum Vergleich: Sony bietet aktuell das AF 70-200mm f/4,0 OSS G für UVP 1700 EUR an . Der Straßenpreis liegt zur Zeit bei immer noch ordentlichen 1250 EUR. Natürlich hat das moderne Sony-Objektiv Autofokus und einen integrierten optischen Bildstabilisator und ist dank neuer Rechnung mit Sicherheit schärfer. Aber das Preisverhältnis war bei meinem Kauf ca. 1:33, d.h. das ansonsten vergleichbare Sony-Objektiv hätte 33x mal mehr gekostet. Da das Minolta MD 70-210 f/4 einen sehr guten Ruf hat also ein guter Grund das Objektiv zu diesem unschlagbar günstigen Preis zu kaufen, um den mittleren Tele-Bereich abdecken zu können.

vergilbter Karton – mehr als 30 Jahre alt

Minolta brachte das MD Zoom 70-210 1983 als Nachfolger des bewährten 75-200 Zoom heraus. Es war eines der letzten neuen Objektive für das SR-Bajonett von Minolta. 1985 kam das auf der gleichen optischen Berechnung beruhende Minolta AF Zoom 70-210mm f/4 mit Autofokus (legendär und oft als „Ofenrohr“ oder „beercan“ bezeichnet) für das neue Minolta A-Bajonett auf den Markt.

im Karton sieht es (fast) wie neu aus…

Für das Objektiv spricht, dass es angeblich auch eine Leica-Version des Objektivs gab. Mit ein bisschen Suche zeigt sich, dass das ebenfalls 1983 erschienene Leica Vario-Elmar-R 70-210 f4.0 fast identische Daten hat (aber größerer Filterdurchmesser und integrierte Streulichtblende).

Das MD Zoom 70-210 ist ein Schiebezoom mit Einringbedienung („one touch design“) und zusätzlicher Makro-Einstellung. Die Länge verändert sich beim zoomen nicht, jedoch geringfügig beim fokussieren.

Minolta MD Zoom 70 – 210 mm f/4

Technische Daten:

Linsen: 12
Gruppen: 9
Bildwinkel: 34 – 12 Grad
Nahgrenze: 1,1 m
Abbildungsmaßstab an der Naheinstellgrenze: 1:3,9 (0,256X)
Blende: 4 bis 32, 7 Lamellen
Filtergewinde: 55 mm
Abmessungen: 72 mm (Durchmesser) x 153 mm
Gewicht: 635 g

Blende 4 über den gesamten Zoom-Bereich
Makro-Skala – max. Abbildungsmaßstab ist 1:3,9
Die rote Linie für den Schärfentiefenbereich ist für Infrarotfilm.
Öffnung bei Blende 4
Bei kleineren Blendenöffnungen sind die 7 Lamellen gut zu erkennen.

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Fotos: alle Rechte bei Harald Th. Halfpapp, Meerbusch (soweit nicht anders gekennzeichnet)